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Lohnverpackung/Ablauf

Wissen

Ablauf einer Lohnverpackung

Von der Anfrage bis zur ersten Lieferung

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Konfektionierung: Multipacks werden an einem Packtisch zusammengestellt

Eine Lohnverpackung läuft in fünf Schritten ab: Anfrage, Angebot, Erstmuster, Anlieferung und Produktion. Zwischen der ersten Anfrage und dem Serienstart liegen je nach Aufwand zwei bis acht Wochen. Der Engpass ist fast nie die Maschine, sondern die Abstimmung von Muster und Freigabe.

Die fünf Schritte

  1. AnfrageSie beschreiben Produkt, gewünschte Verpackungsform, Stückzahl, Termin und Auflagen. Je vollständiger, desto schneller kommt ein belastbares Angebot.
  2. AngebotDer Betrieb kalkuliert Preis je Einheit plus einmalige Rüstkosten. Dazu gehören Angaben zu Mindestmenge, Vorlaufzeit und wer das Packmittel stellt.
  3. ErstmusterEine erste Einheit wird unter Serienbedingungen gefertigt. Sie prüfen Optik, Sitz, Kennzeichnung und Verschluss und geben schriftlich frei.
  4. AnlieferungWare und Packmittel gehen an den Betrieb. Wareneingangskontrolle und Einlagerung werden dokumentiert, bei Lebensmitteln und Medizinprodukten chargenbezogen.
  5. Produktion und VersandDie Serie läuft, begleitet von Stichprobenprüfungen. Danach Rückgabe an Sie oder direkter Versand an Handel oder Endkunden.

Zeitlicher Rahmen

FallVon Anfrage bis SerienstartWas den Takt bestimmt
Einfach, Packmittel vorhanden2 bis 3 WochenKapazität im Betrieb
Neues Packmittel4 bis 6 WochenLieferzeit des Packmittels
Reguliert, mit Prüfung6 bis 8 WochenValidierung und Freigaben
Eilauftragwenige TageFreie Linie, meist mit Aufschlag

Branchenübliche Größenordnungen zur Orientierung. Verbindlich ist die Terminzusage im Angebot.

Was Sie vorbereiten sollten

Der häufigste Grund für Verzögerung. Fehlende oder nicht freigegebene Druckdaten. Der Betrieb kann alles vorbereiten und steht trotzdem, bis das Etikett final ist. Klären Sie intern früh, wer freigibt.

Was vertraglich geregelt gehört

Drei Punkte werden regelmäßig vergessen und führen später zu Streit. Erstens die Ausschussquote: wie viel Verlust ist eingepreist und wer zahlt darüber hinaus. Zweitens die Lagerung: wie lange lagert der Betrieb Ihre Ware kostenfrei. Drittens die Haftung für beigestellte Ware, die im Eigentum des Auftraggebers bleibt und entsprechend versichert sein muss.

Konkretes Vorhaben?

Beschreiben Sie Produkt, Menge und Termin. Wir leiten die Anfrage an passende Partnerbetriebe weiter.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet, wie sie bei Google gestellt werden.

Wie funktioniert Lohnverpackung?

In fünf Schritten: Anfrage mit Produkt, Stückzahl und Termin, dann Angebot mit Preis pro Einheit, Bemusterung eines Erstmusters, Anlieferung von Ware und Packmitteln, schließlich Produktion und Rückgabe oder Versand. Zwischen Anfrage und Serienstart liegen je nach Aufwand zwei bis acht Wochen.

Wie lange dauert es von der Anfrage bis zur ersten Lieferung?

Bei einfachen Aufgaben mit vorhandenem Packmittel zwei bis drei Wochen. Kommen Erstmuster, neue Werkzeuge oder eine Zertifizierungsprüfung hinzu, sind sechs bis acht Wochen realistisch. Der Engpass ist fast nie die Produktion, sondern die Abstimmung von Muster und Freigabe.

Was ist ein Erstmuster und warum ist es wichtig?

Das Erstmuster ist die erste unter Serienbedingungen gefertigte Verpackungseinheit. Sie prüfen daran Optik, Sitz, Lesbarkeit der Kennzeichnung und Verschluss. Erst nach Ihrer schriftlichen Freigabe läuft die Serie an. Ohne Erstmuster tragen Sie das Risiko einer vollständig falsch verpackten Charge.

Wer beschafft die Packmittel?

Beides ist üblich. Stellen Sie das Packmittel bei, behalten Sie Einkaufskontrolle und Preis in der Hand. Beschafft es der Dienstleister, sparen Sie Aufwand und er bündelt Mengen, dafür zahlen Sie einen Aufschlag. Klären Sie das vor dem Angebot, weil es den Stückpreis deutlich verschiebt.