Begriff
Was Lohnverpackung ist
Lohnverpackung ist das Verpacken von Waren durch einen externen Dienstleister im Auftrag des Herstellers. Der Auftraggeber liefert das Produkt und in der Regel auch das Packmittel an. Der Lohnverpacker führt die Verpackungsarbeit aus und gibt die fertige Ware zurück oder versendet sie direkt an den Handel. Das Eigentum an der Ware bleibt dabei durchgehend beim Auftraggeber.
Andere Bezeichnungen für dasselbe Prinzip sind Co-Packing, Kontraktverpackung und, im englischen Sprachraum, Contract Packing.
Wofür Unternehmen Lohnverpackung einsetzen
Der Anlass ist fast immer einer von vier Fällen. Die eigene Anlage ist ausgelastet und eine Aktion muss trotzdem raus. Eine Sonderverpackung lohnt die Investition in eine eigene Maschine nicht. Ein Handelskunde verlangt eine Displayaufmachung, die intern niemand bauen kann. Oder eine Charge muss kurzfristig umgepackt, nachetikettiert oder gerettet werden.
In allen vier Fällen ist die Frage dieselbe: wer kann das, in welcher Menge, bis wann und zu welchem Preis. Genau dafür ist dieses Portal gebaut.
Andere Namen, dasselbe Prinzip
- Co-Packing, der englische Oberbegriff, oft inklusive Logistik
- Kontraktverpackung, gebräuchlich in Ausschreibungen
- Contract Packing im internationalen Einkauf
Wer bei der Anfrage den passenden Begriff nennt, bekommt schneller ein passendes Angebot. Die Abgrenzung steht im nächsten Abschnitt.
Leistungen
Lohnverpackung, Lohnabfüllung, Konfektionierung und Co-Packing
Die vier Begriffe werden im Alltag durcheinander verwendet, meinen aber unterschiedliche Arbeiten.
Lohnverpackung
Ein fertiges Produkt wird umhüllt, gebündelt oder in ein Gebinde gebracht.
Typisch: Riegel in Faltschachteln, Ware in Schlauchbeutel
Lohnabfüllung
Ein flüssiges, pastöses oder rieselfähiges Produkt wird dosiert in ein Gebinde gefüllt.
Typisch: Reiniger in Flaschen, Pulver in Dosen
Zur LohnabfüllungKonfektionierung
Einzelteile werden zu einer Verkaufseinheit zusammengestellt.
Typisch: Geschenkset, Probenpaket, Multipack
Co-Packing
Oberbegriff, der alle drei umfasst, oft inklusive Lagerung und Versand.
Typisch: Komplettabwicklung von Anlieferung bis Versand
Branchen
Die Anforderungen unterscheiden sich stark
Lebensmittel brauchen Hygienezertifikate, Medizinprodukte eine dokumentierte Chargenrückverfolgung, Kosmetik meist beides und dazu ein hohes Anspruchsniveau an die Optik.




Ablauf
In fünf Schritten von der Anfrage zur ersten Lieferung
Zwischen Anfrage und Serienstart liegen je nach Aufwand zwei bis acht Wochen. Der Engpass ist fast nie die Maschine, sondern die Abstimmung von Muster und Freigabe.
- AnfrageProdukt, Verpackungsform, Stückzahl, Termin und Auflagen beschreiben.
- AngebotPreis je Einheit plus einmalige Rüstkosten, Mindestmenge und Vorlaufzeit.
- ErstmusterEine Einheit unter Serienbedingungen, schriftliche Freigabe durch Sie.
- AnlieferungWare und Packmittel gehen an den Betrieb, Wareneingang wird dokumentiert.
- ProduktionSerie mit Stichproben, dann Rückgabe an Sie oder direkter Versand.

Vorbereitung
Was in eine Anfrage gehört
Je vollständiger die erste Nachricht, desto schneller kommt ein belastbares Angebot zurück. Diese sechs Angaben braucht jeder Anbieter.
- Produkt und Zustand bei Anlieferung. Was genau soll verpackt werden, wie kommt es an
- Gewünschte Verpackungsform. Beutel, Faltschachtel, Blister, Display, Set
- Stückzahl und Frequenz. Einmalige Aktion oder laufende Serie, Losgröße
- Termin. Wann muss die fertige Ware bereitstehen
- Packmittel. Stellen Sie es bei oder soll der Dienstleister es beschaffen
- Auflagen. Zertifikate, Prüfschritte, Kennzeichnungspflichten
Mehr dazu auf der Seite Ablauf einer Lohnverpackung. Wie sich der Preis zusammensetzt, steht unter Kosten der Lohnverpackung.
Anfrage
Einmal beschreiben, wir leiten weiter
Sie bekommen Angebote direkt von den Betrieben und entscheiden selbst, mit wem Sie sprechen. Für Sie entstehen dabei keine Kosten.
- Kostenlos und unverbindlichFür Anfragende entstehen keine Kosten, ein Vertrag kommt nur mit dem Betrieb zustande.
- Weiterleitung an passende BetriebeWir ordnen die Anfrage der Leistung zu und geben sie an Partnerbetriebe, die Menge und Auflagen abdecken.
- Ihre Daten bleiben bei der AnfrageWie mit Ihren Angaben umgegangen wird, steht in der Datenschutzerklärung.
Ihr Vorhaben
Felder mit Stern sind Pflicht. Alles andere spart Ihnen eine Rückfrage.
Kostenlose Checkliste zum Verpackungsgesetz
Wer verpacken lässt, bleibt für Registrierung, Lizenz und Mengenmeldung selbst verantwortlich. Die Checkliste prüft in 15 Minuten, was bei Ihnen offen ist. Mit Vorlage für die Mengenplanung.
Häufige Fragen zur Lohnverpackung
Die Antworten, die Einkäufer vor der ersten Anfrage am häufigsten suchen. Ausführlicher auf den Seiten Ablauf und Kosten.
Was ist eine Lohnverpackung?
Lohnverpackung ist das Verpacken von Waren durch einen externen Dienstleister im Auftrag des Herstellers. Der Auftraggeber liefert das Produkt und meist auch das Packmittel an, der Lohnverpacker führt die Verpackungsarbeit aus und gibt die fertige Ware zurück oder versendet sie direkt. Das Eigentum an der Ware bleibt beim Auftraggeber.
Wie funktioniert Lohnverpackung?
In fünf Schritten: Anfrage mit Produkt, Stückzahl und Termin, dann Angebot mit Preis pro Einheit, Bemusterung eines Erstmusters, Anlieferung von Ware und Packmitteln, schließlich Produktion und Rückgabe oder Versand. Zwischen Anfrage und Serienstart liegen je nach Aufwand zwei bis acht Wochen.
Ausführlich auf der Seite Ablauf einer Lohnverpackung.
Was heißt Lohnabfüllung?
Lohnabfüllung ist das Abfüllen flüssiger, pastöser oder rieselfähiger Produkte in Behälter durch einen externen Dienstleister. Sie ist ein Teilbereich der Lohnverpackung. Der Unterschied liegt darin, dass ein Produkt dosiert in ein Gebinde gefüllt wird, statt ein bereits fertiges Produkt zu umhüllen.
Mehr dazu unter Lohnabfüllung.
Welche Verpackungsformen gibt es?
Grundsätzlich wird nach Funktion unterschieden: Primärverpackung mit direktem Produktkontakt, Sekundärverpackung als Umverpackung mehrerer Einheiten und Tertiärverpackung für den Transport.
In der Lohnverpackung sind diese Formen am häufigsten: Beutel und Schlauchbeutel, Blister und Skinpack, Faltschachteln, Trays und Kartonagen, Displays für den Verkaufsraum sowie Sets und Bundles aus mehreren Einzelteilen.
Was kostet Lohnverpackung?
Abgerechnet wird meist pro Einheit oder pro Stunde, ergänzt um einmalige Rüstkosten für die Einrichtung der Linie. Die Stückkosten hängen von Losgröße, Handarbeitsanteil, Maschineneinsatz und geforderter Prüfung ab. Verbindlich ist immer nur ein Angebot auf Basis eines Erstmusters.
Die Kostenfaktoren im Detail stehen unter Kosten der Lohnverpackung.
Wer haftet für die Ware während der Lohnverpackung?
Das Eigentum an der beigestellten Ware bleibt beim Auftraggeber. Wie Verlust, Beschädigung und Ausschuss behandelt werden, regelt der Vertrag zwischen den Parteien, üblicherweise über eine Ausschussquote und eine Regelung zur Versicherung des Lagerbestands. Das gehört vor Serienstart schriftlich geklärt.
Über dieses Portal
Lohnverpackung24 ist ein unabhängiges Vermittlungsportal und selbst kein Verpackungsbetrieb. Wir führen keine Verpackungsarbeiten aus. Anfragen über dieses Portal werden an Partnerbetriebe weitergeleitet, die die gesuchte Leistung erbringen. Für Anfragende ist das kostenlos.
Wer der Betreiber ist, steht im Impressum. Wie mit Ihren Daten umgegangen wird, steht in der Datenschutzerklärung.
